Eingeladen zum Vorstellunggespräch. Jetzt nur keine Panik!

Eingeladen zum Vorstellunggespräch. Jetzt nur keine Panik!
Von Sascha Theisen, Gründer und Inhaber von Employer Telling,

Eingeladen zum Vorstellunggespräch. Jetzt nur keine Panik!

Die intensive Arbeit an Bewerbungsschreiben und Lebenslauf hat sich dann gelohnt, wenn die Einladung zum Vorstellungsgespräch im Postfach anklopft. Diese ist der erste Erfolg im Bewerbungsprozess, denn nun wissen die Kandidat_innen schon einmal: Der Werdegang passt, sie haben Eindruck gemacht, der Arbeitgeber möchte sie kennenlernen. Doch die erste Freude wahrt oft nicht allzu lange und weicht relativ schnell der Nervosität vor dem ersten Vorstellungsgespräch. Plötzlich stehen zahlreiche Fragen im Raum: Wie bereite ich mich auf das Job-Interview vor? Was ziehe ich an? Welche Quellen nutze ich zur Vorbereitung? Und welche Fragen soll ich selbst stellen, um herauszufinden, ob ich tatsächlich zu diesem Arbeitgeber passe. Um genau diese Fragen zu beantworten, haben wir euch einen Leitfaden mit fünf Top-Tipps zusammengetragen.

Tipp 1: Video-Tool ausprobieren, um gut ins Gespräch zu starten

Viele Studien zeigen: Seit der Corona-Krise haben viele Unternehmen neben ihren Meetings auch ihre Interviews auf Video-Calls umgestellt. Die dabei eingesetzten Tools sind von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich. Viele nutzen Angebote, die man auch aus dem privaten oder schulischen Umfeld kennt: Zoom, Skype oder MS Teams. Andere nutzen spezielle HR-Software Lösungen. Für Bewerbende wichtig: Vorher unbedingt nachfragen, mit welchem Tool das Gespräch ablaufen soll und dieses dann vorher am besten ausprobieren. Denn wer sich nicht mit dem technischen System auskennt, gilt schnell als nicht gut vorbereitet und findet nicht gut ins Gespräch.

Tipp 2: Aktiv ins Gespräch gehen, um auf Augenhöhe kommen

Der aktuelle Trendence HR Monitor zeigt: Fast 40 Prozent der Kandidat_innen ist ein Vorstellungsgespräch auf Augenhöhe wichtig. Die gute Nachricht: Auch Arbeitgeber wünschen sich genau das, denn sie wollen in erster Linie den Menschen hinter dem Lebenslauf kennenlernen. Augenhöhe herzustellen ist aber eine Gesprächsaufgabe, die beide Gesprächspartner leisten müssen. Das bedeutet für beide Seiten: Respekt zeigen, Lust auf das Gespräch entwickeln sowie durchaus bereit sein auch den aktiven Part in einem Gespräch zu übernehmen. Denn nur ein wirklicher Austausch hat die Chance Augenhöhe zu erreichen – völlig egal ob in Präsenz oder per Video.

Tipp 3: Angemessen kleiden, um Bedeutung der Situation zu würdigen

Einer der Evergreens in der Vorbereitung zu Vorstellungsgesprächen ist und bleibt die Frage: „Was soll ich bloß anziehen?“ Und nach wie vor gilt die Antwort: dem Anlass angemessen. Du willst Eindruck auf deinen Gegenüber machen, also solltest du dich so anziehen, dass dieser einen guten Eindruck von dir bekommt. Das bedeutet nicht, dass du Anzug und Krawatte oder ein dunkles Kostüm anziehen musst. Aber das schlabberige T-Shirt oder die ungewaschene Bluse eben auch nicht. Achtung: Video-Gespräche verführen oft dazu, sich nicht mit einem gebügelten Hemd oder einem Jackett vor die Kamera zu setzen. Das ist ein Fehler. Die Bedeutung des Gesprächs bleibt die gleiche – unabhängig vom Kanal, auf dem es stattfindet.

Tipp 4: Freunde einbinden, um Selbstdarstellung zu trainieren

In jedem Vorstellungsgespräch wird es irgendwann zu der Situation kommen, in der du dich selbst vorstellen musst. Du sollst etwas über dich erzählen, deinen Lebenslauf erläutern und dazu, warum du dich für den ausgeschriebenen Job beworben hast. Diese Selbstdarstellung sollte gut vorbereitet sein und auf keinen Fall eine Aneinanderreihung deiner Stationen aus dem Lebenslauf darstellen – denn diese liegen deinem Gegenüber ja bereits vor. Es geht vielmehr darum, die einzelnen Stationen miteinander zu verbinden und einen möglichst roten Faden in deiner Laufbahn zu spinnen. Hier kann es sich lohnen, das Ganze mit einem Freund oder einer Freundin im Vorfeld zu üben.

Tipp 5: Bewertungsportale nutzen, um Fragen vorzubereiten

Im dritten Tipp dieses Artikels haben wir bereits über ein Gespräch auf Augenhöhe geschrieben. Zu dieser tragen nicht zuletzt auch die Fragen des Bewerbenden bei. Von diesem wird nämlich in jedem Fall erwartet, dass eigene Fragen an den Arbeitgeber gestellt werden. Hier geht es nicht darum, schon im ersten Gespräch nach dem Gehalt zu fragen, sondern beispielsweise darum, Fragen zur Einarbeitung, dem Arbeitsalltag oder der Unternehmenskultur zu stellen. Gute Anlaufstellen für Fragen bieten im Vorfeld Bewertungsportale wie kununu. Denn negative Kommentare dort liefern oft Anhaltspunkte zu Dingen, die in einem Vorstellungsgespräch klargestellt werden sollten. Positive Bewertungen dagegen können ebenso den Impuls zu einem vertiefenden Gespräch zu Weiterbildungsangeboten oder Arbeitszeiten bieten.

Die fünf typischen Phasen eines Job-Interviews

Einstiegsphase: Smalltalk mit zwangloser Gesprächseröffnung beseitigt Nervosität.
Kennenlernphase: Gegenseitiges Vorstellen, um den Gegenüber kennenzulernen.
Selbstpräsentation: Kandidat_innen und ihr Werdegang werden auf die Probe gestellt.
Rückfragephase: Stressfragen und Verständnisfragen bringen Schwung in die Situation.
Abschiedsphase: Ein sympathischer Abschied steigert die Vorfreude auf ein Wiedersehen.

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