Corporate Social Responsibility: Diese Arbeitgeber engagieren sich.

Corporate Social Responsibility: Diese Arbeitgeber engagieren sich.
Nachhaltiges und umweltverträgliches Handeln wird Menschen im Alltag immer wichtiger– sei es durch den Einkauf von Fair Trade Produkten oder das Spenden an die Obdachlosenhilfe. Ein Thema, das auch von Politik und Wirtschaft nicht ignoriert werden kann, sodass Unternehmen sich überlegen müssen, was ihr Beitrag für mehr Nachhaltigkeit ist. Durch die sogenannte Corporate Social Responsibility können Unternehmen Verantwortung übernehmen: Wir erklären, was der Begriff genau bedeutet, welche Vorteile sich daraus ergeben und welche Arbeitgeber für nachhaltiges gesellschaftliches Engagement stehen.
  1. Begriffserklärung Corporate Social Responsibility.

    Corporate Social Responsibility bedeutet, dass Unternehmen nachhaltiges Handeln im Sinne der Menschen und der Umwelt mit nachhaltigem wirtschaftlichen Erfolg kombinieren.

  2. Definition: Was genau ist Corporate Social Responsibility?

    Corporate Social Responsibility, kurz CSR, heißt übersetzt „Soziale Verantwortung“. Das trifft den Kern nicht ganz, weil soziales Engagement zu eng gefasst ist. Vielmehr steht Corporate Social Responsibility für die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, gleichermaßen nachhaltig wie wirtschaftlich erfolgreich zu agieren – und zwar in Hinblick auf soziale, ökonomische und ökologische Aspekte des unternehmerischen Handelns. Ziel ist es, diese miteinander in Einklang zu bringen. Das klingt erst einmal recht schwammig. Handlungsfelder gibt es zahlreiche, darunter zum Beispiel:

    • Die Einhaltung von Menschenrechten
    • Umweltverträglichkeit und Klimaschutz
    • Faire Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter
    • Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen
    • Verbraucherschutz

    Dabei geht die soziale und gesellschaftliche Verantwortung über die konkreten Prozesse des Unternehmens hinaus und betrifft auch das „Umfeld“ – zum Beispiel, wenn ein Unternehmen ein Projekt unterstützt, das Mädchen für technische Berufe begeistert. Das bedeutet nicht, dass das Unternehmen hohe Summen an das Projekt spendet, sondern vielmehr, dass fachliche Unterstützung durch Mitarbeiter stattfindet oder Räume mit technischem Equipment zur Verfügung gestellt werden.

    CSR vs. Corporate Citizenship vs. Corporate Sustainibility.

    In einem Atemzug mit Corporate Social Responsibility fallen oft die Begriffe Corporate Citizenship und Corporate Sustainibility. Oft als Synonyme verwendet, gibt es hier aber feine Unterschiede:

    • Corporate Citizenship ist ein Teil von Corporate Social Responsibility. Hier geht es um Engagement zum Beispiel in Form von Spenden, Sponsoring oder Freistellung von Mitarbeitern für soziales Engagement. Anders als bei CSR werden bei CC also zusätzliche Aktivitäten, „gutes Tun“ außerhalb des Kerngeschäfts des Unternehmens, angestrebt.
    • Corporate Sustainibility dagegen geht noch weiter als CSR: Alle Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens geschehen im Sinne einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise. Diese Form des Engagements findet man heutzutage sehr selten.
  3. Vorteile von CSR.

    Für Unternehmen Für Mitarbeiter
    Attraktivität als Arbeitgeber und Mitarbeiterbindung: Wer sich für Umweltschutz engagiert oder soziale Projekte unterstützt, hat in Zeiten des Fachkräftemangels gute Chancen, dadurch den Unterschied zu machen. Denn soziales Engagement ist vielen Bewerbern wichtig und macht glaubwürdig und sympathisch. Arbeit und soziales Engagement verbinden: Manche Arbeitgeber ermöglichen direktes soziales Engagement der Mitarbeiter über das Unternehmen, sogenanntes Corporate Volunteering. Ideal, wenn du dich aktiv einbringen möchtest, dich aber nach Feierabend nur schwer aufraffen kannst.
    Imagestärkung zur Kunden- und Partnergewinnung: Die Übernahme sozialer Verantwortung zahlt auf das Bild in der Öffentlichkeit ein, die Corporate Identity ein. Wichtig ist, dass Unternehmen nicht ausschließlich darauf abzielen – wird das entlarvt, zum Beispiel um andere „Leichen im Keller“ zu kaschieren, kommt das nicht gut an. Mit ernsthaftem Engagement im sozialen Bereich hat ein Unternehmen aber die Möglichkeit, neue Kundengruppen zu erschließen und Partner zu finden, die Wert auf CSR legen. Gute Arbeitsbedingungen: CSR steht auch für faire Arbeitsbedingungen, wovon du nur profitieren kannst.
    Langfristige Möglichkeiten: Nachhaltiges Handeln ist keine Einbahnstraße, sondern sichert langfristigen Erfolg, zum Beispiel durch Ressourcenschonung Ökonomische Vorteile: Bei einem Unternehmen mit Fairness-Grundsatz liegt das Gehalt in der Regel über dem Durchschnitt.
    Verhinderung von Krankheitsfällen: Zufriedene Mitarbeiter, denen zum Beispiel Zusatzleistungen im Gesundheitsbereich geboten werden, werden seltener krank, sind produktiver und damit ein Gewinn für das Unternehmen. Erweiterung des Horizonts: Je nachdem, inwiefern sich ein Unternehmen im Rahmen der Corporate Social Responsibility engagiert, bekommst du Einblicke in verschiedene Projekte, lernst – je nachdem, inwiefern du dich einbringst – spannende Leute kennen und findest Ideen für persönliches Engagement.

    Top 100 Arbeitgeber

    Wirtschaft
    Informatik
    Naturwissenschaften
    Ingenieurwesen
    Rising Stars
    Schüler
  4. Konkrete Praxisbeispiele für Corporate Social Responsibility.

    Diese Unternehmen haben sich unter anderem diese Projekte vorgenommen, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden:

    Volkswagen.

    • „Roadmap E“ für Elektrofahrzeuge
    • Engagement für Geflüchtete
    • Unterstützung von Kulturprojekten wie die Documenta

    AUDI AG.

    • Ressourcenschonung durch Materialkreisläufe
    • Mission „Klimaneutrale Produktion“
    • Ehrenamtliche Programme, z. B. Audi-Freiwilligentag in einer Integrations-Kinderkrippe

    ALDI SÜD.

    • Kooperation mit Tafeln
    • Berücksichtigung sozialer und ökologischer Standards in allen Schritten der Lieferkette
    • Recycelbare Einkaufstüten

    dm-drogerie markt.

    • Entfernung von Mikroplastik aus Produkten
    • Theaterworkshops für Mitarbeiter
    • Share-Produkte für Menschen in Not

    Daimler.

    • Unterstützung einer Stiftung für Waisenkinder in Südamerika
    • Sicherstellung der Menschenrechte von Mitarbeitern der Partner und Lieferanten
    • Vorantreiben von Carsharing