Praktikum bei der Deutschen Bundesbank: Erfahrungen.

Von Bettina Wilde,

Sebastian Garnreiter hat ein Praktikum im Bereich Banken und Finanzaufsicht bei der Deutschen Bundesbank absolviert. Im Interview erzählt er von seinen Aufgaben und der Arbeitsatmosphäre.

Hallo Sebastian, welche Erfahrungen hast du als Praktikant gemacht?

Im Rahmen meines Masterstudiums in Economics an der LMU München absolvierte ich ein Praktikum im Bereich Banken und Finanzaufsicht der Deutschen Bundesbank. Die Abteilung „Bankenaufsichtliche Stresstests und quantitative Risikoanalysen“, in der ich mitgearbeitet habe, ist insbesondere für die Ausarbeitung, Implementierung, Auswertung und Verbreitung der Ergebnisse der Banken-Stresstests zuständig. Außerdem werden hier Forschungsarbeiten zu Risiken im Bankensektor angefertigt, die ebenfalls von Praktikanten unterstützt werden.

Generell sind gute Kenntnisse in der Finanz- und/oder Mikroökonomie, der Ökonometrie sowie Programmierwissen in R und Stata zweifellos vorteilhaft. Wichtig ist, dass man keine Angst vor dem „Sprung ins kalte Wasser“ hat – je nach Arbeitslage werden auch Praktikant/innen schnell in das Tagesgeschäft eingebunden. Hierbei stehen einem jedoch bei Bedarf immer Mitarbeiter/innen zur Seite.

Das Arbeitsumfeld in der Bundesbank ist sehr kollegial und dynamisch, die Kolleg/innen der Abteilung sind jung und die Zusammenarbeit ausgesprochen angenehm. Auch darüber hinaus entspricht die deutsche Zentralbank nicht gerade dem Klischee einer trockenen Verwaltungsbehörde: die abwechslungsreichen Aufgaben und die steile Lernkurve, die man erfährt, lassen die Zeit oft wie im Flug vergehen. Wer sich für die diversen Tätigkeitsgebiete einer Notenbank interessiert, für den ist ein Praktikum bei der Bundesbank in jedem Fall sehr zu empfehlen.

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