Erfahrungen als Trainee bei der Deutschen Bank.

Von Judith Hölling,

Was hat die Deutsche Bank mit Frauenkarrieren zu tun? Und wie sieht eine Arbeitswoche als Trainee aus? Xenia ist nach ihrem Master in Economics als Trainee in der Privat- und Firmenkundenbank der Deutschen Bank eingestiegen und erzählt im Interview von ihren Erfahrungen.

Hallo Xenia, was begeistert dich am meisten an deinem Beruf?

Der Einstieg als Trainee in der Privat- und Firmenkundenbank und die Praxis in der Filiale passen einfach perfekt zu mir. Ich habe Spaß an der Beratung von Kunden und interessiere mich für finanzielle und wirtschaftliche Fragestellungen. Das ist so umfassend und wird nie langweilig, da es ja immer alles auch mit politischen und ökonomischen Fragen zusammenhängt. Für mich war es eine verlockende Vorstellung, meine Karriere direkt vor Ort in meiner Heimatregion zu starten. Gleichzeitig war mir die internationale Ausrichtung wichtig. Und hier habe ich beides.

Wie bist du auf die Bank aufmerksam geworden?

Ich habe mich an der Uni mit dem Thema „Frauen und Karriere“ beschäftigt und bin parallel dazu auf die Frauenkonferenz der Deutschen Bank aufmerksam geworden. Ich fand es super interessant, dass die Bank Eventformate speziell für Frauen anbietet. Und gleichzeitig wollte ich die Gelegenheit nutzen, mich über Einstiegsmöglichkeiten im Bankgeschäft zu informieren. Vor der Konferenz kann man eigene Prioritäten setzen und drei Bereiche angeben, die man gerne intensiver kennenlernen möchte. Einer dieser Bereiche war bei mir die Privat- und Firmenkundenbank, wo ich heute arbeite.

Wie sieht deine typische Arbeitswoche aus?

Im Moment bin ich im Rahmen des Trainee-Programms in einer Filiale in Osnabrück eingesetzt, werde aber bei den verschiedenen Rotationen auch noch andere Filialen kennenlernen und beispielsweise auch im Beratungscenter in Hamburg hospitieren. Dadurch bekomme ich einen guten Einblick in viele Bereiche der Deutschen Bank. In der Filiale in Osnabrück habe ich einen kunterbunten Kundenmix: Zu unserer Kundschaft zählen sowohl regionale Kunden, die man auch vom Bäcker kennt, aber auch internationale Kunden, etwa aus Südafrika oder China. Dadurch ist die Atmosphäre einerseits familiär, aber gleichzeitig auch weltläufig. Dieser Mix gefällt mir.

Welche Herausforderungen musstest du in deinen ersten Wochen meistern?

Zum Start ins Trainee-Programm gibt es für alle Trainees eine Orientierungsveranstaltung mit Vorträgen und Trainings. Das Bankenwesen war für mich nicht ganz neu, denn ich hatte schon mehrere Praktika absolviert. Dennoch hat jedes Institut unterschiedliche Prozesse und Begrifflichkeiten. Beim Start in die Praxis hieß es also für mich, meine Kollegen mit Fragen zu löchern. Durch klar definierte Einarbeitungsvorlagen und die Hilfsbereitschaft meiner Kollegen hat sich der Nebel dann sehr schnell gelichtet. Auch ist mein Trainee-Programm gut organisiert und strukturiert. Ehrlich gesagt gab es bisher keine unschaffbaren Herausforderungen.

Wie beschreibst du das Arbeitsklima bei der Bank?

Ich habe die Deutsche Bank von Anfang an als sehr freundlich und offen erlebt. Die ganze Atmosphäre war schon bei der Frauenkonferenz sehr motivierend – zwar ein offizieller Anlass, aber gleichzeitig auch entspannt und offen. Networking wird ganz groß geschrieben und ich konnte sehr schnell viele sympathische Menschen kennenlernen, die ihre Erfahrungen mit mir geteilt und mich ermutigt haben, selbstbewusst meinen Weg zu gehen. Auch der Bewerbungsprozess für das Trainee-Programm war sehr positiv und persönlich. Und es hat mich gefreut, dass die Recruiterin, die ich bei der Frauenkonferenz kennengelernt hatte, sich noch an mich persönlich erinnert hat.  

Welcher technologische Trend wird deine Branche am meisten beeinflussen?

Die fortschreitende Digitalisierung verändert das Bankgeschäft grundlegend. Heutzutage findet sehr viel über Apps statt. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass wir heute mit dem Handy zahlen. Eine Banking-App bildet nicht nur den Kontostand ab, sondern betrachtet und analysiert die gesamte finanzielle Situation des Kunden. Sie weist den Kunden auch auf Optimierungspotenzial hin. Zusätzlich wandert das klassische Filialgeschäft vermehrt in die digitale Welt. Als Beispiel hierfür lässt sich der Videochat für die Baufinanzierung nennen: Der Kunde spart sich die Zeit für den Weg in die Filiale, wird aber trotzdem individuell und bedarfsorientiert beraten. Es ist spannend, was die Zukunft noch so bieten wird.

Wie erhältst du Feedback?

In der Bank wird nicht nur das Networking, sondern auch die Feedbackkultur sehr intensiv gepflegt. Es gibt in regelmäßigen Abständen Einschätzungsgespräche, in denen man eine strukturierte Rückmeldung zu den gezeigten Leistungen erhält und auch selbst offene Punkte ansprechen kann. Aber auch in der täglichen Arbeit bekomme ich sehr direkt Feedback – häufig in Form einer positiven Bestätigung, aber auch als Tipps oder Hinweise. Eigeninitiative und Engagement werden bemerkt und es gibt viele Chancen, zusätzliche Erfahrungen zu sammeln. So war ich in diesem Jahr wieder bei der Frauenkonferenz dabei – dieses Mal aber nicht als Teilnehmerin, sondern als Referentin.

Wie lassen sich Privat- und Berufsleben vereinbaren?

Ich bin im Moment sehr glücklich mit meinem Trainee-Programm und meinem Leben hier in Osnabrück. Ich habe einen spannenden Job und mir bleibt genügend Zeit für meine Familie und Freunde. Ich reise sehr gerne und habe ein Auslandssemester in Südkorea verbracht. Daher habe ich eine enge Beziehung zur asiatischen Welt und möchte da irgendwann wieder hin, zum Beispiel nach Hong Kong oder Singapur. Bei der Deutschen Bank weiß ich, dass alle Möglichkeiten für mich offen stehen und ich nicht für immer an einen Ort gebunden bin.

Würdest du die Deutsche Bank deinen Freunden weiterempfehlen?

Dazu gibt es von mir ein ganz klares Ja. Wenn man Lust hat, in einem internationalen Konzern zu arbeiten, der noch einen regionalen Fokus hat, dann ist die Deutsche Bank genau das Richtige. Es gibt diverse Möglichkeiten innerhalb des Unternehmens, sich weiterzuentwickeln und auszuprobieren. Es ist facettenreicher, als so mancher denkt. Neben den Entwicklungsmöglichkeiten motiviert mich auch die Vision der Deutschen Bank, einen positiven Beitrag zu leisten, nicht nur für das Unternehmen, sondern hauptsächlich für den Kunden.

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