Erfahrungen als Berufseinsteiger bei Daimler.

Von Judith Hölling,

Er hat den Berufseinstieg bei Daimler geschafft: Andras Tüzkö hat an der KIT Karlsruhe seinen Informatik-Master gemacht und ist jetzt Ingenieur für Umgebungserfassung.

Hallo Andras, wie bist du auf Daimler aufmerksam geworden?

Das war ganz zufällig über die Formula Student Germany, einem Konstruktionswettbewerb für Studenten. Als ich 2017 daran teilgenommen habe, war es das erste Jahr, in dem Studenten auch ein fahrerloses Fahrzeug bauen durften. Ich war ganz happy, denn das war meine Chance als Informatiker, an einem Auto mitzuarbeiten. Daimler hat damals unser Team gesponsert und uns mit Mentoren aus verschiedenen Fachbereichen unterstützt.

Als ich beim Rennen auf der Tribüne saß und unser Fahrzeug auf der Rennstrecke beobachtet habe, hat sich ein Kollege von Daimler umgedreht und gefragt: „Brauchst du einen Job?“ Wir haben dann dort auf der Tribüne quasi ein Speed-Bewerbungsgespräch geführt. Er muss wohl mitbekommen haben, dass ich mich um die Sensoren des fahrerlosen Autos gekümmert habe. Das hat ihn neugierig gemacht.

Heute bin ich sehr froh, dass er mich so spontan angesprochen hat. Ganz ohne Formalien ging es aber natürlich nicht. Ich habe mich danach offiziell bei Daimler beworben und ein richtiges Bewerbungsgespräch geführt.

Wie sieht deine typische Arbeitswoche aus?

Im Moment arbeite ich an einem Projekt gemeinsam mit einem großen Zulieferer: Wir möchten ein autonomes Fahrzeug entwickeln, mit dem wir einen vollautomatisierten und fahrerlosen Mitfahrservice anbieten können. Es geht also um ein Car2Go, das zu mir kommt, wenn ich es brauche.

Ich bin im Lidar-Team und wir entwickeln unterschiedliche Algorithmen für die Umgebungserkennung der Sensoren. Das funktioniert über sogenannte Lidar-Scanner. Hierbei werden für den Menschen ungefährliche Laserstrahlen ausgesendet, die von einer Oberfläche reflektiert werden. Eine Oberfläche kann dann beispielsweise ein vorausfahrendes Auto, die Leitplanke oder eine Ampel sein.

Das Ergebnis dieser Laserstrahlenmessung nennt man Punktwolke. Es ist wie eine Landkarte, auf der man die Objekte und die Entfernung dazu erkennen kann.

Wie beschreibst du das Arbeitsklima bei Daimler?

Wir sind ein junges Team, alles Ingenieure, und bringen einen breiten Studienhintergrund mit – von Informatik und Elektrotechnik über Physik oder Mathematik ist alles dabei. Einige sind eher für die Hardware zuständig, andere für die Software.

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