Karriere bei Lufthansa Industry Solutions: Einblicke.

Von Bettina Wilde,

Anis Rahimic ist bei Lufthansa Industry Solutions als IT-Berater / Teilprojektleiter E-Commerce im Bereich Logistik / Maritime Wirtschaft tätig. Im Interview spricht er über seine Anfangszeiten und darüber, was er an Lufthansa Industry Solutions als Arbeitgeber schätzt.

Hallo Herr Rahimic, was machen Sie als Teilprojektleiter E-Commerce im Bereich Logistik / Maritime Wirtschaft?

Bei E-Commerce denken viele an Onlineshopping. In der Logistik geht es hier aber eher um Lösungen wie Track and Trace. Zu meinem Tagesgeschäft gehört es beispielsweise, dass ich für Kunden einer großen Reederei individuelle Kommunikationsschnittstellen aufsetze, über die sie die gewünschten Informationen erhalten, wie etwa: Wo befindet sich mein Container? Wann kommt er an? Und so weiter. Witzigerweise habe ich als Praktikant vor Jahren mal an einer Marktstudie im Bereich E-Commerce in der maritimen Wirtschaft gearbeitet. Jetzt schließt sich dieser Kreis. In meinen ersten Berufsjahren war ich dann allerdings erst in der Luftfahrtbranche als IT-Berater für Lufthansa Industry Solutions tätig.

Wie verlief Ihr Einstieg bei Lufthansa Industry Solutions?

Ich habe an der Universität Hamburg den Masterstudiengang IT-Management und -Consulting belegt, bei dem Lufthansa Industry Solutions Kooperationspartner ist. Für die praxisnahen Module wie meine Masterarbeit habe ich mich dann bei Lufthansa Industry Solutions beworben. Als ich gerade mit der Masterarbeit im Hamburger Büro begonnen hatte, fand dort an einem Tag auch ein großes Management-Meeting statt. In der Kaffeepause sprachen mich dann zwei Geschäftsfeldleiter an. Sie hatten von meiner Arbeit gehört und fragten mich, ob ich ab sofort Zeit für ein Projekt bei einer japanischen Fluggesellschaft in Tokio hätte. Nach einer Nacht Bedenkzeit habe ich zugesagt. Zwei Wochen später arbeitete ich in Japan. Die Masterarbeit habe ich dann neben der Arbeit im Projekt fertiggestellt.

Was war Ihr erstes Projekt in Japan?

Wir haben eine große japanische Fluggesellschaft beraten. Airlines haben sehr komplexe Abrechnungssysteme für ihre Erlöse. Sie dürfen beispielsweise ein gekauftes Ticket erst als Gewinn für sich verbuchen, wenn der Passagier tatsächlich in der Luft – die erworbene Leistung also erbracht – ist, und nicht etwa bereits beim Ticketkauf. Der japanischen Fluggesellschaft habe ich zusammen mit Kollegen das SAP-basierte Produkt Sirax vorgestellt, das Abrechnungsprozesse automatisiert. Das Produkt sowie die dahinterliegenden Prozesse kannte ich am Ende sehr gut und habe deshalb noch einige Zeit weiter in Beratungsprojekten bei Fluggesellschaften gearbeitet, bevor ich in den Bereich Logistik / Maritime Wirtschaft wechselte.

Was schätzen Sie an Lufthansa Industry Solutions als Arbeitgeber?

Ich schätze die Entwicklungsmöglichkeiten. Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, im Rahmen eines internen Innovationsprojektes Google Glass zu testen. Wir haben einen Prototyp für das Kommissionieren von Artikeln entwickelt. Diesen Prototyp nutzen wir auf Messen und bei Kundenterminen, um Teile unseres Leistungsspektrums zu verdeutlichen. Diesen Freiraum, neue Dinge selbst auszuprobieren, finde ich klasse.

Sind die neuen Technologien auch der Grund, weshalb Sie sich überhaupt für eine Karriere im Bereich IT entschieden haben?

Auf jeden Fall. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Studiengangs Wirtschaftsinformatik haben Professoren Projekte vorgestellt, die innerhalb der nächsten zehn Jahre durch neue Technologien ermöglicht werden. Die Botschaft war klar: IT wird der Treiber sein. Das war für mich der Startschuss in die Welt der IT. Genau diese Botschaft vermittle ich inzwischen auch selbst jungen Studenten. Seit drei Jahren veranstalten wir bei Lufthansa Industry Solutions einen „Work Experience Day“. Hier stellen einige meiner Kollegen und ich interessierten Studenten unsere Berufe vor. Außerdem haben die Studenten in Workshops die Gelegenheit, anhand einer konkreten Problematik eine Lösung zu erarbeiten und so Praxisluft als IT-Berater zu schnuppern.

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