Einblicke aus der Geschäftsführung von TRUMPF.

Von Nils Buske,

Im Interview gibt die Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, einen Rückblick über ihren Werdegang.

Guten Tag Frau Leibinger-Kammüller, welche Stationen waren in Ihrer Karriere besonders wichtig?

Mein beruflicher Aufenthalt in Japan Ende der 1980er-Jahre. Das Leben und Arbeiten in dieser völlig anderen Kultur war für mich ungeheuer prägend. Ich habe dort viel über Führung gelernt: wie gewinnen Sie Menschen für Entscheidungen, wie nehmen Sie Menschen mit, die diese Entscheidung so nicht treffen würden, ohne dass diese ihr Gesicht verlieren. Davon profitiere ich noch heute.

Haben Sie sich Ihre Karrierelaufbahn so vorgestellt? Was ist anders verlaufen als geplant?

Eine solche Karriere kann man nicht planen. Ich hatte mit meiner Studienwahl die Weichen vermeintlich in eine völlig andere Richtung gestellt. Ich wollte etwas studieren, was mir wirklich Freude macht. Die Begeisterung für das unternehmerische Wirken kam danach zum Zug – und hält bis heute an.

Warum haben Sie sich für TRUMPF entschieden?

Ich wurde hineingeboren und bin im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Unternehmen groß geworden.

Was fasziniert Sie am meisten an Ihrer Arbeit?

Die Vielfalt meiner Aufgabe: alle Bereiche des unternehmerischen Tuns begegnen mir in unterschiedlicher Intensität jeden Tag. Und dann die Selbstständigkeit und die Möglichkeit, Dinge zu gestalten – und das mit sehr schneller Wirkung.

Welche Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach für ein erfolgreiches Berufsleben besonders relevant?

Das Interesse für Menschen und die Anerkennung der Leistung anderer sind an erster Stelle zu nennen, und dann noch Entscheidungskraft, Veränderungsbereitschaft, Disziplin und Fleiß.

Stehen für Sie Work-Life-Balance und Karriere in einem Widerspruch?

Nein.

Haben Sie einen persönlichen Rat an die Absolventen?

Schielen Sie nicht nach dem nächsten Karriereschritt, sondern tun Sie das, was Sie gerade tun, mit vollem Elan. Dann ergibt sich alles Weitere.

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