Azubi bei BASF: Erfahrungen.

Von Jana Teuber,

Wie sich Sebastian Ottos Alltag in der Ausbildung als Chemikant verändert hat und welche neuen Fähigkeiten ihm seitdem auch privat sehr geholfen haben, verrät er im Interview.

Hallo Sebastian, warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf bei BASF entschieden?

Ich habe bereits im Vorfeld in den Bereichen Produktion und Labor ein Praktikum absolviert, dadurch konnte ich mir einen ersten Eindruck zu den Berufsbildern verschaffen. Die Verbindung von Technik und Naturwissenschaften finde ich sehr interessant. Ich habe mich für BASF entschieden, da es weltweit tätig ist und man somit eine Vielzahl an Möglichkeiten hat, sich beruflich zu entwickeln.

Wie lief die Einarbeitung ab?

An meinem ersten Tag hatten wir eine Willkommensveranstaltung für die neuen Azubis. An dieser Veranstaltung wurden wir unseren Ausbildungsgruppen zugewiesen. Danach durften wir unseren Betreuungsausbilder, welcher uns dreieinhalb Jahre begleitet, sowie unsere Ausbildungskollegen kennenlernen.

Unser Ausbilder erklärte uns, wie die nächsten Jahre ablaufen werden und das in nicht allzu ferner Zeit eine Integrationsfahrt anstehen würde. Diese Fahrt dauert eine Woche und dient dem Kennenlernen untereinander. Die Einarbeitung in den einzelnen Produktionsbetrieben übernehmen die ausgelernten Chemikanten.

Inwieweit hat sich dein Alltag durch die Ausbildung bei BASF verändert?

Vor allem das Thema Sicherheit ist durch die Ausbildung bei mir im Alltag in den Vordergrund gerückt. Man arbeitet jeden Tag mit Chemikalien, deswegen ist Sicherheit bei BASF oberstes Gebot. Dies überträgt sich mit der Zeit auch auf den Alltag. Verstärkt wird das Ganze noch durch meine Tätigkeit als Safety – sozusagen die verantwortliche Person zum Thema Sicherheit innerhalb meiner Ausbildungsgruppe. Ich mache mir Gedanken, wie ich sicher zum Arbeitsplatz durch den Straßenverkehr gelange, sowie Gedanken über die Sicherheit im Haushalt.

Ein weiteres Plus für meinen Alltag sind die handwerklichen Fähigkeiten, die ich im Zuge meiner Ausbildung gelernt habe und welche ich auch Zuhause anwenden kann, zum Beispiel der richtige Umgang mit Werkzeug. Zudem bin ich durch die zahlreichen Kontakte, Referate und Präsentationen, welche man in der Berufsschule, aber auch in der zentralen Ausbildung der BASF hält, viel selbstbewusster und schlicht erwachsener geworden.

Im dritten Lehrjahr kam dann eine große Veränderung mit der Schichtarbeit auf mich hinzu. Das bedeutet, dass ich in einem Wechselschichtsystem mit Tag- und Nachtschicht eingesetzt werde. Am ersten Tag ist die Arbeitszeit von 6 bis 18 Uhr, am darauffolgenden Tag von 18 bis 6 Uhr. Die zwei darauffolgenden Tage hat man frei und dann wiederholt sich der Rhythmus. Wenn man sich für diesen Beruf entscheidet, sollte man auf jeden Fall die Bereitschaft für dieses Arbeitszeitmodell mitbringen.

Wie sieht deine typische Arbeitswoche aus?

Je nach Ausbildungsabschnitt sieht meine Arbeitswoche unterschiedlich aus. Die Ausbildung ist in drei Teile gegliedert: die Berufsschule, die Ausbildung im Betrieb und die zentrale Ausbildung. In der Berufsschule geht es vor allem darum, die Theorie zu erlernen: man schreibt Tests und hält Referate. Während der Ausbildung im Betrieb unterstützt man die Produktionsmannschaft mit seinem gelernten Wissen und setzt dieses an den Produktionsanlagen um.

Das Besondere an der Ausbildung bei BASF ist die zentrale Ausbildung. Hier erarbeitet man in einem gesonderten Umfeld die Theorie zu einzelnen Produktionsverfahren und kann diese praktisch unter der Aufsicht von geschulten Ausbildern umsetzen. Man bekommt einen Arbeitsauftrag, bespricht diesen mit den Ausbildern, erarbeitet eine Arbeitsschrittliste und führt selbstständig die Arbeit aus.

Hast du bei BASF einen Ansprechpartner, der sich um Probleme kümmert?

Ja, je nach Problem gibt es verschiedene Ansprechpartner. Innerhalb der Ausbildungsgruppe gibt es neben dem Safety noch die Klassensprecher und die Tutoren, welche gewählt werden, und an die man sich wenden kann. Selbstverständlich haben auch die Ausbilder immer ein offenes Ohr. Dazu gibt es noch die Jugend- und Auszubildendenvertretung, die sich um Probleme jeder Art kümmern.

Bekommst du frei, wenn du eine Prüfung in der Berufsschule hast?

Ja, für die Abschlussprüfungen Teil 1 und Teil 2 ist man für den restlichen Tag freigestellt, wenn man sie absolviert hat.

Würdest du deinen Ausbildungsbetrieb deinen Freunden weiterempfehlen?

Ja, die BASF als Ausbildungsbetrieb kann ich nur empfehlen. Ich habe mir sehr viel Wissen und Fertigkeiten aneignen können, die mir privat ebenfalls sehr geholfen haben. Für die Ausbildung sprechen sowohl die zeitgemäße Ausstattung der zentralen Ausbildung als auch die kompetenten Ausbilder.

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