Azubi Bei BASF: Erfahrungen.

Von Bettina Wilde,

Sebastian Otto hat seine Ausbildung zum Chemikant bei BASF gemacht und spricht im Interview über Bewerbungsprozess und Arbeitsalltag.

Hallo Sebastian, warum hast Du Dich für diesen Ausbildungsberuf bei BASF SE entschieden?

Ich habe bereits im Vorfeld in den Bereichen Produktion und Labor ein Praktikum absolviert, dadurch konnte ich mir einen ersten Eindruck zu den Berufsbildern verschaffen. Mir ist aufgefallen, dass mir der Bereich Produktion besser liegt und mehr Spaß macht. Die Verbindung von Technik und Naturwissenschaften finde ich sehr interessant.

Wie verlief der Bewerbungsprozess?

Zuerst habe ich mich online auf den Beruf des Chemikanten beworben. Dazu habe ich den BASF-Fragebogen zur Bewerbung, ausgefüllt und mit Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnissen online hochgeladen. Der erste Schritt im Rahmen des Auswahlverfahrens ist der Online-Test, den ich von zu Hause aus bearbeitet hatte. Danach wurde ich zum elektronischen Eignungstest bei BASF eingeladen. Nach dem erfolgreichen Bestehen ging es wenig später zum Vorstellungsgespräch. Hat man bei diesem überzeugt, wird man abschließend zum Werkarzt der BASF SE eingeladen, welcher entscheidet, ob man körperlich in der Lage ist als Chemikant zu arbeiten. Mit dem Ausbildungsvertrag ist der Bewerbungsprozess abgeschlossen.

Inwieweit hat sich Dein Alltag durch die Ausbildung verändert?

Vor allem das Thema Sicherheit ist durch die Ausbildung bei mir im Alltag in den Vordergrund gerückt. Man arbeitet jeden Tag mit Chemikalien, deswegen ist Sicherheit bei BASF oberstes Gebot. Dies überträgt sich mit der Zeit auch auf den Alltag. Verstärkt wird das Ganze noch zusätzlich durch mein Amt als Safety, sozusagen die verantwortliche Person zum Thema Sicherheit innerhalb meiner Ausbildungsgruppe. Ich mache mir Gedanken, wie ich sicher zum Arbeitsplatz durch den Straßenverkehr gelange, sowie Gedanken über die Sicherheit im Haushalt. Ein weiteres Plus für meinen Alltag sind die handwerklichen Fähigkeiten, die ich im Zuge meiner Ausbildung gelernt habe und welche ich Zuhause anwenden kann, wie zum Beispiel den richtigen Umgang mit Werkzeug. Zudem bin ich durch die zahlreichen Kontakte, Referate und Präsentationen, welche man in der Berufsschule, aber auch in der zentralen Ausbildung der BASF hält, viel selbstbewusster und schlicht erwachsener geworden.

Im dritten Lehrjahr kam dann eine große Veränderung mit der Schichtarbeit auf mich hinzu. Das bedeutet, dass ich in einem Wechselschichtsystem mit Tag- und Nachtschicht eingesetzt werde. Am ersten Tag ist die Arbeitszeit von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr, am darauffolgenden Tag von 18:00 Uhr bis 6:00 Uhr. Die zwei darauffolgende Tage hat man frei. Und dann wiederholt sich der Rhythmus. Wenn man sich für diesen Beruf entscheidet, sollte man auf jeden Fall die Bereitschaft für dieses Arbeitszeitmodell mitbringen.

Was gefällt Dir besonders an Deiner Ausbildung? Welche Aufgaben erledigst Du hauptsächlich?

Besonders gefällt mir das Arbeiten im Team und das Arbeiten an großen, komplexen chemischen Anlagen. Ich finde es sehr interessant wie solche Anlagen, aufbauend auf den Naturgesetzen, in Zusammenhang mit der entwickelten Technik funktionieren. Um meine Arbeit bestmöglich auszuführen, lerne ich wie die chemischen und physikalischen Prozesse ablaufen und wie man diese beeinflussen kann.

Die Ausbildung ist in drei Teile gegliedert: die Berufsschule, die Ausbildung im Betrieb und die zentrale Ausbildung. In der Berufsschule geht es vor allem darum die Theorie zu erlernen, man schreibt Tests und hält Referate. Während der Ausbildung im Produktionsbetrieb unterstützt man die Produktionsmannschaft mit seinem gelernten Wissen und setzt dieses an den Produktionsanlagen um. Das Besondere an der Ausbildung bei BASF ist die zentrale Ausbildung. Hier erarbeitet man in einem gesonderten Umfeld die Theorie zu einzelnen Produktionsverfahren und kann diese an eigens eingerichteten Technika und Anlagen praktisch unter der Aufsicht von geschulten Ausbildern umsetzen. In diesem Bereich geht es vor allem um das Erlernen von selbstständigen Arbeiten im Team mit seinen Auszubildendenkollegen. Man bekommt einen Arbeitsauftrag, bespricht diesen mit den Ausbildern, erarbeitet eine Arbeitsschrittliste und führt selbstständig die Arbeit aus.

Dein Tipp für zukünftige Azubis?

Informiert Euch rechtzeitig über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten. Ein Praktikum kann Dich bei Deiner Berufswahl unterstützen und Dir zeigen, ob Dir dieser Beruf auf lange Sicht gefallen wird.

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