Vorstand bei KPMG: Einblicke.

Von Judith Hölling,

Dr. Vera-Carina Elter hat 1996 nach dem Studium bei KPMG angefangen. Sie durchlief verschiedene Stationen und ist heute Mitglied des Vorstands. Im Interview gibt sie Tipps für alle, die noch ganz am Anfang ihrer beruflichen Karriere stehen.

Guten Tag Frau Dr. Elter, welche Stationen waren in Ihrer Karriere besonders wichtig?

Ich habe 1996 bei KPMG im Audit angefangen, also in der klassischen Abschlussprüfung. Zu meinem damaligen Aus- und Weiterbildungsweg innerhalb der KPMG gehörten auch zwei Trainee-Stationen in anderen Abteilungen. Später habe ich dann im Transaktionsbereich meinen inhaltlichen Heimathafen gefunden. Die breite Ausbildung und die vielfältigen Aufgaben haben mir auch später noch in meinem beruflichen Weg sehr viel geholfen. Es gab zudem viele „kleine“ Situationen und Erfahrungen, die mich und meine Karriere geprägt haben. Jede Beförderung, jeder Standort-oder Teamwechsel waren ein Baustein auf meinem Weg.

Haben Sie sich Ihre Karrierelaufbahn so vorgestellt?

Nein. Eigentlich wollte ich unbedingt Tennisprofi werden und war auch Mannschaftsführerin in der Tennis Bundesligamannschaft. Dass ich einmal Mitglied des Vorstands bei einer der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften werden würde, hätte ich damals noch nicht gedacht. Meine Vorgesetzten haben mich aber stets ermutigt und motiviert, den eingeschlagenen beruflichen Weg weiter zu gehen.

Insbesondere bin ich denjenigen dankbar, die mir in den schlechten Zeiten ihre ehrliche Meinung gesagt bzw. ehrliches Feedback gegeben und mir damit die Chance eröffnet haben, mich weiterzuentwickeln und mein Profil als Führungskraft weiter zu schärfen.

Warum haben Sie sich für KPMG entschieden?

Der Weg bei KPMG ist sehr interessant für neugierige Talente und war es auch damals für mich. Der Beruf des Beraters und des Wirtschaftsprüfers ist immer abwechslungsreich und spannend. Zudem legen wir sehr viel Wert auf eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung. Nach dem Studium erwartet Berufseinsteiger eine steile Lernkurve – Theorie und Praxis werden miteinander vereint und in echten Cases angewendet. Generell ist Weiterbildung ein wichtiges Thema für KPMG. Durch vielfältige Zusatzqualifizierungen oder Unterstützung bei berufsbegleitenden Masterstudiengängen fördern wir die Stärken jedes Einzelnen.

Was fasziniert Sie am meisten an Ihrer Arbeit?

Die Welt wird immer dynamischer, vernetzter, die Technologie komplexer und die Märkte vielfältiger. Aber auch die Ansprüche neuer Talente haben sich verändert, der Wunsch nach Selbstbestimmung ist unter den heutigen Arbeitnehmern größer als noch vor einigen Jahren. Darüber hinaus sind auch die Dienstleistungen komplexer und übergreifender geworden. All das sind Herausforderungen, die die Lernkurve immer weiter steigen lassen und die Projekte und Aufgaben abwechslungsreich machen.

Welche Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach für ein erfolgreiches Berufsleben besonders relevant?

Wichtige Eigenschaften sind meiner Meinung nach Engagement, Offenheit und Selbstkritik. Ebenso zählt die Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen und von anderen sowie aus eigenen Fehlern zu lernen. Man sollte ebenfalls ein gewisses Maß an Ausdauer und den Glauben an die eigenen Stärken mitbringen. Wesentlich ist aber auch, sich selbst immer treu zu bleiben, denn es ist wichtig, seine eigenen Vorstellungen und Werte nie aufzugeben. Nur dann bleibt man authentisch.

Haben Sie einen persönlichen Rat an die Absolventen?

Besinnt euch auf eure Stärken, bleibt authentisch und lasst euch nicht in irgendeine Rolle drängen. Bleibt neugierig und formuliert Wünsche und Vorstellungen respektvoll und proaktiv. Stellt euch aber auch darauf ein, etwas tun zu müssen: Erfolg bedeutet zum Teil harte Arbeit an sich selbst. Man muss bereit sein, offenes Feedback zu erhalten und aus Niederlagen zu lernen. Gerade die bitteren Momente sind für zukünftige Tätigkeiten Gold wert.

Erfahrungen von anderen Insidern.