Berufseinstieg bei Hannover Rück: Einblicke vom Arbeitgeber.

Von Lisa Marie Dahlke,

Marc-Oliver Dorn ist Senior Manager im Human Resources Management der Hannover Rück. Im Interview spricht er über die Unternehmensphilosophie der Rückversicherung und den Anforderungen an Bewerber.

Hallo Herr Dorn, warum sollten sich Absolventen bei Ihnen bewerben?

Unsere Mitarbeiter schätzen die gute Arbeitsatmosphäre und bestätigen dies auch immer wieder in den regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen und persönlichen Gesprächen. Darüber hinaus haben wir wirklich spannende Aufgaben. Wer bei uns arbeitet, liest Nachrichten anders, denn fast alles, was auf der Welt passiert, hat Auswirkungen auf uns: Bei einem Schadensereignis greift der Rückversicherungsschutz, den wir geben; gesellschaftlichen oder technischen Entwicklungen begegnen wir mit neuen Versicherungsprodukten, die wir mit Erstversicherern entwickeln. Kurze Informationswege und schnelle Entscheidungen machen uns dabei erfolgreich.

Beschreiben Sie bitte die Unternehmensphilosophie – für welche Werte steht Ihr Unternehmen?

Die Hannover Rück steht für Professionalität, Pragmatismus, Hilfsbereitschaft und Respekt.

Was sind die größten Herausforderungen für Neueinsteiger?

Neueinsteiger befürchten oft, dass ihre Kenntnisse für die Rückversicherung nicht ausreichen. Da man Rückversicherung im eigentlichen Sinne nicht studieren kann, bieten wir hierfür eine umfangreiche Einarbeitung mit Schulungen, Onlinekursen und Hospitationen an. Gewöhnungsbedürftig sind auch der Umgang mit sehr großen monetären Beträgen, die spezifischen Begrifflichkeiten und der Umgang mit dem Restrisiko, das zum Geschäft gehört.

Gute Karriereperspektiven sind für Absolventen ein wichtiges Kriterium bei der Wahl ihres zukünftigen Arbeitgebers. Welche Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bietet Ihr Unternehmen?

Bei uns haben Mitarbeiter die Chance, langfristig Perspektiven zu entwickeln und zu Experten in ihren Fachgebieten zu werden. Ein Entwicklungsweg kann natürlich auch in Richtung Führungsposition gehen, und das unabhängig davon, ob man direkt oder als Trainee eingestiegen ist. Durch unsere flachen Hierarchien ist allerdings die Anzahl der Führungspositionen beschränkt. Positive Folge der flachen Hierarchien ist dafür der direkte und schnelle Kontakt zu Entscheidern. Sich direkt mit dem Vorstand auszutauschen, ist keine Seltenheit.

Wie werden die Mitarbeiter bei der Vereinbarung von Beruf und Privatleben unterstützt?

Wir haben Gleitzeit ohne Kernzeit. Hinzu kommen mehr als 200 verschiedene Teilzeitmodelle und die Möglichkeit zur Telearbeit. Überstunden, die bei uns natürlich auch anfallen, können durch Gleittage oder späteres Kommen bzw. einen frühen Feierabend wieder abgebaut werden. Ergänzend haben wir eine Kinderkrippe, einen Elternservice, Regelungen zur Freistellung bei der Pflege von Angehörigen und Ansprechpartner für individuelle Lösungen, wenn eine berufliche oder private Situation mal ganz ausweglos erscheint. Dies alles gibt die notwendige Flexibilität, Beruf und private Anliegen unter einen Hut zu bekommen.

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Wie zeigt sich das bei Ihnen und welche Anforderungen müssen Absolventen erfüllen, um in Ihrem Unternehmen dafür gut gewappnet zu sein?

Die Digitalisierung ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und wird konsequent umgesetzt. Absolventen können sich sehr gut einbringen, Prozesse hinterfragen und helfen, neue Ideen umzusetzen.

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